Seitenanfang

Sprungmarken

Hauptinhalt

PRESSEMITTEILUNG:

Hofgeismar, 31. August 2018
Nicht besetzte Schulleitungsstellen

MdL Hofmeyer: Kultusminister muss endlich handeln

Nicht besetzte Schulleitungsstellen
MdL Hofmeyer: Kultusminister muss endlich handeln


„Offenbar findet sich der Kultusminister damit ab, dass an hessischen Schulen konstant über 150 Leitungsstellen nicht besetzt sind“, schließt die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer aus der Antwort auf ihre aktuelle Anfrage. „Im Frühjahr 2015 waren insgesamt 162 Schulleitungs- bzw. Stellvertreter-Stellen vakant, im Juni des Folgejahres 153 und im Mai 2018 sogar 214“, kritisiert Hofmeyer als Mitglied im Schulausschuss des Landtags die Zahlen aus dem Kultusministerium.

 

Unbestritten gebe es unvorhersehbare Situation, wie Erkrankungen oder Stellenwechsel, die zu verspäteten Neubesetzungen führen könnten, viele andere Argumente des Kultusministers seien aber vorgeschoben. „Wenn die Auswahl- und Besetzungsverfahren so strukturiert sind, dass dauerhaft etwa zehn Prozent aller hessischen Schulen kommissarisch geleitet werden müssen, dann stimmt das Verfahren nicht, es sei denn, die Verzögerungen sind gewollt“, stellt die Abgeordnete fest.

 

„Aus unserer Sicht werden die Stellenbesetzungen viel zu spät angegangen, denn in den meisten Fällen ist lange vorher absehbar, wann eine Schulleiterin oder ein Schulleiter ausscheidet“, kritisiert Hofmeyer. Absolut nicht nachvollziehbar sei, warum über zehn Prozent der unbesetzten Stellen länger als drei und bis zu neun Jahren nicht besetzt werden konnten. Diese langen Vakanzzeiten seien ein Armutszeugnis für die Personalpolitik im Kultusministerium und der Beweis, dass die Leitungsstellen nicht attraktiv seien. Zu wenig freigestellte Zeit für Schulleitungsaufgaben, immer mehr Bürokratie und Arbeitsüberlastung seien der Grund für viel zu wenige Bewerbungen.

 

„Wir haben in Hessen 15 Schulamtsbezirke, d.h. im Durchschnitt fehlten im letzten Jahr in jedem Schulamtsbezirk an 14 Schulen die Schulleitung oder Stellvertretung“, rechnet Hofmeyer vor. So mit Lehrerinnen und Lehrern umzugehen, sei untragbar, da Aufgaben, Organisation und Verantwortung nicht stillstünden. All das müsse weitergeführt werden, und für die eingesetzten Vertretungskräfte sei dies aufgrund der Mehrbelastungen oftmals kaum leistbar. „Die SPD-Landtagsfraktion fordert den Kultusminister nachdrücklich auf, endlich die Rahmenbedingungen für Schulleitungen zu verbessern und zeitnäher auszuschreiben, damit eine schnellere Besetzung erfolgen kann.“

 

Die im Text genannte aktuelle Kleine Anfrage finden Sie hier .

 

31.08.2018