Hauptinhalt
PRESSEMITTEILUNG:
Nordhessenrunde
SPD will NVV stärken
Nordhessenrunde
SPD will NVV stärken
Die nordhessischen SPD-Landtagsabgeordneten wehren sich entschieden gegen die Pläne der Hessischen Landesregierung, den Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zu fusionieren. „Zentralisierungen sind immer schlecht für Nordhessen, da in Wiesbaden der Blick für ländliche Strukturen fehlt“, so die Sprecherin der Nordhessenrunde Brigitte Hofmeyer. Das bewiesen die Ämterauflösungen der Vergangenheit ebenso wie die beabsichtigte Zentralisierung von Schul- und Straßenbauämtern in Wiesbaden, womit man bei Entscheidungen auf wichtige Ortskenntnisse verzichte. Auch habe Nordhessen oftmals keine Lobby im Süden, wie z.B. die unqualifizierte aber ernstgemeinte Aussage der Frankfurter Oberbürgermeisterin beweise: Sie hatte zur Finanzierung der Verkehrsverbünde in der Frankfurter Rundschau erklärt, dass es nicht angehen könne, die Rhein-Main-Region auf Kosten des ländlichen Nordhessen zu belasten. Dies beweise, dass der nordhessische Schienenverkehr niemals in südhessische Hände gelegt werden dürfe, macht Hofmeyer klar.
„Der NVV hat seit 1994 hervorragendes geleistet und ist mit der Regio-Tram sowie der Anbindung vieler ländlicher Räume zu einem Erfolgsmodell geworden“, so die nordhessischen SPD-Abgeordneten. „Der NVV gewährleistet Kundennähe und kundenfreundliche Dienstleistungen, die man durch eine Zentralisierung auf keinen Fall aufs Spiel setzen darf.“
Qualitätsverschlechterungen seien ohnehin zu befürchten, weil Wiesbaden plane, die Mittel für beide Verbünde um 20 Millionen zu verringern. Diese Kürzung am Öffentlichen Personennahverkehr kritisiert die Nordhessenrunde auf das Schärfste. „Weil die Budgetvereinbarung bzw. Fördermodalitäten bis 2014 für den RMV 80% und 20% für den NVV vorsehen, dürfen von der Landesregierung vorgenommene Kürzungen allenfalls in diesem Verhältnis stattfinden“, fordert Hofmeyer. Eine überproportionale Belastung für den NVV bedeute wiederum Leistungskürzung oder Preiserhöhung und beides sei nicht hinnehmbar.
02.12.2011



