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PRESSEMITTEILUNG:

Hofgeismar, 17. Januar 2018
Unzumutbarer Zustand der Hausarztversorgung in Hofgeismar

Hofmeyer fordert KV und Landesregierung zur Unterstützung auf

Unzumutbarer Zustand der Hausarztversorgung in Hofgeismar
Hofmeyer fordert KV und Landesregierung zur Unterstützung auf


„Die Landesregierung muss wirksam verhindern, dass es innerhalb Hessens zu mangelhafter hausärztlicher Versorgung kommt“, begründet die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer ihre aktuelle Anfrage.

Es dürfe nicht passieren, dass -wie in Hofgeismar- plötzlich 2.500 Menschen ohne Hausarzt seien und Angst um ihre Gesundheit haben müssten, so Hofmeyers Kritik.


„Seit Ende November erreichen mich fast täglich Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger aus der Region“, erklärt die SPD-Politikerin. Die Menschen machen sich Sorgen, wie sie an regelmäßig verordnete Medikamente kommen und notwendige Untersuchungen in Zukunft gewährleistet werden sollen.“ Gerade älteren Mitbürgern, die häufig nicht gut zu Fuß seien, könne man keine langen Wege zum Hausarzt zumuten. „Was an den Schreibtischen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ausgeheckt wird, hat mit Bürgernähe und Alltagsleben absolut nichts zu tun“, sagt Hofmeyer mit Blick auf den KV-Hinweis, Anfahrtswege von 40 Kilometern seien zumutbar. Der Gipfel sei, dass die KV theoretisch eine Überversorgung feststelle, obwohl nachweislich ca. 2.500 Patienten in der Stadt Hofgeismar händeringend einen Hausarzt suchten.


„Landesregierung und KV sind in der Pflicht, die Ansiedlung von Ärzten vorausschauend zu planen und jungen Ärzten Anreize für Praxisgründungen oder –übernahmen in ländlich strukturierten Regionen zu geben. Das ist im Falle von Hofgeismar offensichtlich gründlich misslungen, und daran ändert sich auch nichts, wenn die KV eine statistisch ausreichende Versorgung der Region erklärt. Vielmehr sind jetzt schnelle und praxisnahe Lösungen gefragt, die den älteren Menschen kurzfristig ihre Sorgen nehmen.“ Dies zu erreichen, sei der wichtigste Grund für ihre Kleine Anfrage, betont die SPD-Politikerin. Sie frage u. a. nach der Verantwortung und Aufgabe der KV bzw. nach not-wendigem Handeln der Landesregierung, wenn einer dramatischen Unterversorgung nicht rechtzeitig begegnet wird.

 

Hinweis: Die Beantwortung Kleiner Anfragen soll nach Landtagsgeschäftsordnung innerhalb von sechs Wochen erfolgen.

 

17.01.2018


Die Kleine Anfrage zur hausärztlichen Versorgung finden Sie hier.