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PRESSEMITTEILUNG:

Hofgeismar, 13. Januar 2012
Antwort auf Kleine Anfrage

Hofmeyer: Anmeldungen an G8-Schulen sinken beständig

Brigitte Hofmeyer

Antwort auf Kleine Anfrage
Hofmeyer: Anmeldungen an G8-Schulen sinken beständig

Einen erneuten Beweis dafür, dass die auf acht Jahre verkürzte Gymnasialzeit (G8) von vielen abgelehnt werde, sieht die SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer in einer kürzlich beantworteten Kleinen Anfrage.

„Die Kultusministerin musste eingestehen, dass die Zahl der G8-Schülerinnen und ‑Schüler im Schuljahr 2010/2011 etwa 4.200 geringer war als in 2007“, erklärt Hofmeyer, die Mitglied im Schulausschuss des Landtags ist. Jedes Jahr habe es Rückgänge im drei‑ bis vierstelligen Bereich gegeben.

Hofmeyer wertet diese Entwicklung als eine ‚Abstimmung mit den Füßen’, die zeige, dass alle Nachbesserungen bei der Verkürzung der Gymnasialzeit nicht ausgereicht hätten. „Eltern erleben wie groß die tägliche Mehrbelastung durch G8 ist und wollen ihre Kinder davor schützen“ ist die SPD-Politikerin sicher. G8 setze die Kinder in einer Lebensphase unter Druck, in der sie Kinder am stärksten mit sich selbst und ihrer Umwelt beschäftigt sind, nämlich in der Pubertät. Das sei pädagogisch nicht sinnvoll.

„Folgerichtig musste die Ministerin in ihrer Antwort auch eingestehen, dass 57der öffentlichen kooperativen Gesamtschulen, das sind ca. die Hälfte, seit 2008 von G8 auf G9 gewechselt haben“, stellt Hofmeyer klar. Die SPD plädiere nach wie vor für eine Verkürzung am Anfang und am Ende der Schullaufbahn, also im Bereich der Schuleingangsstufe und der Oberstufe. „So bleibt die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen erhalten, die bei G8 nicht gegeben ist“, stellt die SPD-Politikerin fest.

13.01.2012


Dokumente:
Kleine Anfrage 18/4502 vom November 2011 zur Anmeldung an G8- und G9-Schulen mit Antwort