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PRESSEMITTEILUNG:

Hofgeismar, 28. März 2014
Eingeschränkte Schulangebote

Brigitte Hofmeyer (SPD): Neue Aufsichtsverordnung geht an Realität vorbei

Eingeschränkte Schulangebote
Brigitte Hofmeyer (SPD): Neue Aufsichtsverordnung geht an Realität vorbei

„Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass die neue Aufsichtsverordnung in Schulen und Elternschaft einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat“, begründet die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete, Brigitte Hofmeyer, einen aktuellen Berichtsantrag (Drs. 19/266) ihrer Fraktion.

„Wir wollen wissen, warum die Landesregierung eine Regelung in die Welt setzt, die zu umfangreichen Einschränkungen schulischer Angebote, wie Ausflügen oder Schwimmunterricht in Hessen führen kann.“ Mit der neuen Verordnung missachte die Landesregierung sowohl praktische Notwendigkeiten als auch pädagogische Ziele. „Die neue Verordnung geht völlig an der Realität vorbei“, kritisiert Hofmeyer, die Mitglied im Schulausschuss des Hessischen Landtags ist. Über viele Generationen sei ein Klassenausflug ins Freibad im Sommer oder Schlittschuhlaufen im Winter für Grundschüler das Normalste der Welt gewesen. Künftig müsse nicht nur darauf, sondern auch auf Radwanderungen im Frühling oder Herbst verzichtet werden, weil den Grundschülern dies nun per Ver-ordnung verboten werde.

„Gerade Grundschulen leben vom Jahresrhythmus und den vielen Möglichkeiten, die sich für die Ergänzung des Unterrichts bieten. Anstatt die Bewegung im Freien per Verordnung derartig stark einzuschränken, wäre eine Ausweitung schulischer Aktivitäten dort pädagogisch sinnvoller“, ist Hofmeyer überzeugt. Auch der Schwimmunterricht müsse weiter gewährleistet werden und dürfe nicht den neuen Aufsichtsregeln zum Opfer fallen. Die Übergangsfrist, die das Kultusministerium den Lehrerinnen und Lehrern jetzt nachträglich eingeräumt habe, um das Rettungsschwimmabzeichen aufzufrischen, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Weitere Schritte müssten aber folgen, um den Schulbetrieb in der bisherigen Qualität aufrechtzuerhalten Die SPD wolle daher wissen, welche Maßnahmen und Programme die Landesregierung plane, um allen Lehrkräften und Personen bis zum Ablauf der Frist die Erlangung der notwendigen Qualifikationen als Ersthelfer oder Ersthelferin zu ermöglichen.

Weiter interessiere sie, was sich qualitativ durch die neue Aufsichtsverordnung gegen-über den alten Regelungen geändert hat und wer an der Erstellung und Formulierung der Verordnung beteiligt war. Da durch die neue Verordnung offenbar die Gefahr bestehe, dass Klassenfahrten ausfallen, frage die SPD-Fraktion auch danach, ob schon Fälle bekannt sind, in denen aufgrund fehlender Hilfskräfte oder Aufsichtspersonen Fahrten, Veranstaltungen oder Aktivitäten abgesagt werden mussten.

28.03.2014


Berichtantrag zur Aufsichtsverordnung (Drs. 19/266)